Murals selbst malen: Vorlagen und Projektplanung für Tür- und Wandbilder
Ich stand vor meiner neuen Altbauwohnung, sah die großen weißen Wände und fühlte: Hier fehlt Persönlichkeit. Ein graues Sofa und ein paar Bilder reichten mir nicht. Ich wollte etwas, das atmet. Ich griff zu Pinsel und Farbe – und plötzlich entstand ein Wandbild (Murals), das den Raum verwandelte.
Warum Wandbilder und Murals jetzt voll im Trend sind
In der Welt der Interior-Trends erleben handbemalte Möbel und Wandkunst ein echtes Revival. Immer mehr Menschen entdecken, wie viel Charakter ein selbstgemaltes Wand- oder Türbild aus einem Raum holen kann. DIY-Murals sind Teil der Bewegung „Primary Play“ – also von Hand gestaltete Möbel und Flächen. Ein großer Vorteil liegt darin, dass du dein Zuhause individuell gestaltest, ohne auf Standardmöbel angewiesen zu sein. Jeder Raum bekommt eine persönliche Note.
Wände sind wie leere Seiten in einem Tagebuch: eine Chance, Stimmung, Erinnerungen oder eigene Kreativität sichtbar zu machen. Außerdem wirken selbstgemalte Bilder oft hochwertiger und viel lebendiger als Massen-Tapeten oder Poster.
Vorbereitung & Planung: So gelingt dein Murals-Projekt
1. Motivauswahl und Vorlage finden
Zuerst solltest du entscheiden, was du malen willst. Willst du eine florale Leinwand, geometrische Formen, ein Landschaftsmotiv oder abstrakte Farben und Schatten? Am besten suchst du dir eine Vorlage oder Skizze – das kann ein Foto, eine Illustration oder eine freie Skizze sein.
Ein hilfreicher Tipp: Verwende transparente Repro-Folien oder Overhead-folie um dein Motiv im Originalmaß auf die Wand zu übertragen. Zeichne mit Bleistift erst nur Konturen ein. So bekommst du Proportion und Ausrichtung perfekt hin.
2. Material & Arbeitsvorbereitung
Damit dein Wandbild gut hält und lange schön bleibt brauchst du nicht nur kreative Energie sondern auch die richtigen Materialien. Ich empfehle dir hochwertige Acrylfarben, stabile Pinsel, Abdeckband und Grundierung. Hier sind gute Optionen für deinen Einstieg:
- Fantastory Acrylfarben Set 18 x 60ml – mit kräftiger Deckkraft und hoher Lichtechtheit perfekt für Holz und Wandflächen
- allright Pinselset Malerpinsel Sortiment – hochwertiges Set mit verschiedenen Größen für feine Linien und große Flächen
- tesa Malerband Classic – unentbehrlich für saubere Kanten und Schutz angrenzender Wände
- oder Alternativ: Amsterdam Acrylfarbe Standard-Set 48 x 20 ml – professionelle Farbauswahl für intensive Farben und langlebige Wandbilder
- Klarlack zum Versiegeln von Mia – für eine lange Haltbarkeit des Projekts
Wenn du alte Türen oder Möbelstücke bemalen willst, empfiehlt sich zusätzlich eine Grundierung und bei Bedarf ein leichter Schleifgang vorher, damit die Farbe gut haftet. Ich nutze für die Grundierung auf Holz die Lösung von Mia und zum Abschleifen habe ich mein Alltagshelfer die Dreieckschleifer Mouse von BLACK+DECKER.
3. Schritt-für-Schritt Vorgehen
- Wand oder Tür reinigen und trocknen lassen.
- Fläche leicht anschleifen und Staub entfernen.
- Grundierung auftragen und gut trocknen lassen.
- Vorlage mit Reprofolie übertragen und mit Bleistift skizzieren.
- Große Farbflächen zuerst malen, danach Details und Kontraste.
- Nach dem Trocknen eine Schutzschicht (klarer Lack oder Versiegeler) auftragen, wenn es ein Oberflächenobjekt wie eine Tür ist.
Kreativer Zusatznutzen: Mein persönlicher Geheimtipp
Eine besonders schöne Wirkung entsteht, wenn du beim Malen mit verschiedenen Farbschichten arbeitest: Zuerst eine matte Acrylschicht, dann mit transparenten Lasuren oder verdünnter Farbe feine Schattierungen oder Farbverläufe drüber – das wirkt viel echter und handgemachter als eine glatte Fläche. Besonders bei Blumenmotiven oder Vintage-Porträts bringt das Tiefe.
Beispiele & Szenarien: So könntest du Murals einsetzen
- Flur oder Eingangstür: Ein schlichtes Motiv oder eine große Weltkarte, die Gäste sofort willkommen heißt.
- Kinderzimmer: Fantasievolle Szenarien oder Comics – anpassbar und kindgerecht.
- Wohnzimmerwand über Sofa: ein geometrisches, modernes Wandbild als Statement.
- Alte Kommode / Tür neu streichen: mit farbigen Mustern oder floralen Details der Fokus eines Raums.
Auch Möbel aus Holz oder Massivholz lassen sich so verwandeln – selbst einfache Kommoden bekommen durch ein Handgemaltes Murals neuen Charakter.
Warum selbst malen mehr Ausdruck verleiht als Tapeten
Tapeten sind bequem, aber oft uninspiriert und überall zu finden. Wenn du selbst malst, gestaltest du mit deiner eigenen Hand, deiner Zeit, deiner Kreativität. Du kannst Farben, Motive und Stil anpassen wie bei einem Tattoo. Es entsteht ein Stück Identität – und dieser Charakter lässt Räume atmen, statt sie starr wirken zu lassen.
Wände und Möbel werden persönlich. Die Kombination aus kreativer Freiheit und handwerklichem Erfolg schafft ein emotional aufgeladenes Ergebnis.
Mein letzter Tipp
Du beginnst mit dem ersten Mural und bist komplett lost. Ich kenne das und habe zu dem Thema selbst viel recherchiert und dabei das Buch von von Clara Wilkinson & Mary West gefunden. Das Buch ist zwar auf englisch aber es hilft enorm. Den Link zum Buch findest du hier.

Fazit
Ein selbst gemaltes Murals ist mehr als Wanddeko. Es ist ein Stück Persönlichkeit, das deine Räume verwandelt. Mit ein wenig Planung, dem richtigen Material und Freude an Details verwandelst du kahle Wände und alte Möbel in echte Hingucker. Nimm dir Zeit für Skizze und Vorbereitung. Fang mit kleinen Flächen an. Und genieß den kreativen Prozess.
Wenn du Lust hast, dann hol dir Farbkasten und Pinsel – und leg los. Speichere dir diese Anleitung, pinne sie auf deine Pinterest-Moodboard oder trage dich in den Newsletter ein, damit du keine kreativen Projekte mehr verpasst.
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